Puppe mit runder Maske aus pinkem Stoff mit Muster (Frontalansicht)
Puppe mit runder Maske aus pinkem Stoff mit Muster (Seitenansicht)

Details zu dieser Anleitung

Quelle: Burda Style: „Behelfsmaske selber nähen“ (Website), burda Maske 1 Download-Schnitt (PDF)

(Die andere in dieser Anleitung beschriebene Maske im OP-Stil haben wir hier getestet.)

Sprache: deutsch

Maskentyp: runder Stil

Verschiedene Größen? ja (4) (hier genäht Größe L)

Inkl. Kindergrößen? ja

Herstellungsdauer: Ca. 60 Minuten (kann es nicht genau sagen, da ich nicht an einem Stück daran gearbeitet habe)

Schnittmuster dabei? ja, in Originalgröße

PDF zum Runterladen? ja (PDF)

Benötigtes Material und Werkzeug? (bei genähten Masken wird Nadel, Faden, Schere vorausgesetzt)

  • dicht gewebter Baumwollstoff ca. 40 x 40 cm
  • Gummiband, 5 mm breit: ca. 50 cm
  • 2 kleine Sicherheitsnadeln
  • Draht z. B. Blumendraht oder mittelstarker Basteldraht: ca. 20 cm
  • optional: Einlage zum Auswechseln: z.B. Küchenkrepp oder Hygiene-Vlies (z.B. Spülschwamm-Tuch mit Hygiene-Beschichtung oder anderes Vliesmaterial)

Ich habe für Futter und Oberstoff unterschiedliche Stoffe verwendet, um Außen- und Innenseite leicht unterscheiden zu können. Als Nasendraht habe ich einen Schnellhefterdraht verwendet, der ist schön flach und passt sich gut an. Als Einlage habe ich ein Spülschwamm-Tuch verwendet.

Unser Testbericht

Verständlichkeit der Anleitung?

Die Anleitung ist gut, aber man muss sehr genau lesen und hinschauen. Oftmals verbergen sich Details im Text. Aber die Anleitung ist vollständig, alle Schritte sind beschrieben, man muss sich „nur“ daran halten. Dennoch ist sie eher etwas für fortgeschrittene Näher:innen oder Leute, die sich mit etwas Geduld reinfuchsen wollen.

Es sind die kleinen versteckten Kniffe, die diese Anleitung interessant machen, also lohnt sich evtl. die Geduld.

Wer mal zu einer vergleichbaren Maske ein Video sehen will, schaut mal bei dieser Anleitung. Dort kann man sich einige grundsätzliche Dinge auch für diese Anleitung abschauen.

Wichtige Erfahrungen beim Nachnähen:

Wenn du einen Schnellhefterdraht verwenden willst, dann achte darauf die obere Naht in Schritt 6 mindestens 7 mm vom Rand zu nähen (Nähfüßchenbreite), eher etwas breiter.

Angenehm fand ich die Papieranleitung, die ich ausgedruckt neben die Nähmaschine legen konnte. Kein Vor- und Zurückspulen im Video, einfach Schritt für Schritt im PDF abarbeiten.

Warum ich das Futter versäubern soll (Schritt 5), den Oberstoff aber nicht, verstehe ich nicht. Vielleicht einfach ebenfalls versäubern?

Der Filter, in meinem Fall ein Spülschwamm-Tuch, soll wie der Futterstoff geschnitten und genäht werden. In Schritt 2 wird angegeben, dass die Einlage an der oberen und unteren Kante je 1cm abgeschnitten werden soll. Ich musste erst mal rätseln, welche Kanten damit gemeint sind. Sie beziehen sich auf die fertig genähte Maske.

Und trotzdem passt die Einlage am Ende nicht in die Maske rein! Ich musste sie an allen Seiten nochmal ordentlich abschneiden und in die fertige Maske einpassen. Bei dem Spülschwamm-Tuch nicht so schlimm, aber trotzdem ärgerlich.

Das leidige Thema Tunnelzug: Auch hier ist der Tunnel für die Ohrgummis bzw. eine Kordel recht knapp. Besonders wenn man sich exakt an die Anleitung hält und sich beim umbügeln, wie in Schritt 7 beschrieben, an den kleinen Einschnitten orientiert (einfach nicht machen! Die Zugabe so umschlagen, dass der Tunnel maximal groß wird und ggf die Zugabe am Rand vorher auch noch mal versäubern. Ob man dann auf die Einschnitte auch verzichten könnte, habe ich nicht getestet). Mein Tunnel war jedenfalls zu schmal und ich musste wieder auftrennen, weil der Knoten von meinen Ohrgummis nicht im Tunnel verschwinden wollte.

Warum ich ein kochfestes Gummiband vor dem Waschen entfernen soll, verstehe ich nicht so ganz. Ich persönlich finde, das Gummiband sollte aus hygienischen Gründen in jedem Fall mitgewaschen werden, ggf. muss ein nicht kochfestes Gummiband dann nach mehreren Wäschen eben ausgetauscht werden.

Wichtige Erfahrungen beim Tragen:

Die Maske sitzt gut und passt sich an die Gesichtsform an (ggf. nochmal eine der anderen Größen ausprobieren). Vorne vor der Nase entsteht ein kleiner Hohlraum, der eine kleine „Atemhöhle“ bildet und damit das Atmen erleichtert.

Wenn man allerdings tatsächlich den Spülschwamm als Filterschicht einfügt, dann wird das Atmen wieder sehr schwer. Einfach ausprobieren.
(Ergänzung von Andrea: Das kann man auch schon vor dem Nähen ausprobieren, wie hier beschrieben.)

Mit eingefügtem Schwammtuch ist die Maske recht formstabil und fühlt sich in der Hand ein wenig an wie ein BH. Da es aber auch Masken aus „echten“ BHs gibt, empfinde ich das nicht als Nachteil.

Wer mit den Ohrgummis nicht gut klarkommt, kann durch den Tunnel auch Kopfgummis oder Bindebänder einfädeln. Die Maskenbefestigung ist somit recht flexibel.

Sonstige Anmerkungen:

Also, ich habe ja schon einige Anleitungen mit Filtertasche genäht, aber die Idee, den Filter selbst auch passgenau zu nähen, war mir neu und das werde ich auch sicher noch mal mit anderen Materialien und Formen testen.

Runde Masken sind ja bisher nicht so meins. Aber wenn ich noch mal eine nähen sollte, dann würde ich mir die Burda-Anleitung nochmal vornehmen und vielleicht ein wenig variieren. 🙂

Getestet von: Birgit S. (hat auch die Fotos gemacht)