Person mit gepunkteter Maske aus orangem Jersey (Ansicht von vorn)
Person mit gepunkteter Maske aus orangem Jersey (Ansicht von der Seite)
Maske aus Jersey (Außenseite, getackert bzw. mit Sicherheitsnadeln)
Maske Außenseite (links getackert, rechts mit Sicherheitsnadeln festgesteckt)
Maske aus Jersey (Innenseite, getackert bzw. mit Sicherheitsnadeln)
Maske Innenseite (rechts getackert, links mit Sicherheitsnadeln festgesteckt)

Hinweis: Die beiden Personen-Fotos in diesem Beitrag dürfen NICHT kopiert, anderswo gespeichert oder weiterverwendet werden. Sie unterliegen NICHT der Creative-Commons-Lizenz dieser Website. Das Urheberrecht für diese Bilder liegt bei Andrea.

Details zu dieser Anleitung

Quelle: Textile Geschichten: „Einfache Maske zum Selbermachen / Simple DIY-Mask“ (Blog)

Sprache: deutsch / englisch

Maskentyp: OP-Stil mit anderen Falten (Taschenstil)

Verschiedene Größen? nein, aber leicht anpassbar

Inkl. Kindergrößen? nein, aber leicht anpassbar

Herstellungsdauer: 7 Minuten (mit bereitgelegtem Material)

Schnittmuster dabei? Schaubild mit Maßen zum Nachmachen

PDF zum Runterladen? kein PDF, aber die Fotos können ggf. heruntergeladen werden

Benötigtes Material und Werkzeug? (bei genähten Masken wird Nadel, Faden, Schere vorausgesetzt)

Jerseystoff im DIN A4-Format, DIN A4-Blatt (fürs Schnittmuster), Befestigungsgummis oder Jerseyschnur oder Bindebänder (gezeigt werden Ohrgummis, aber man kann auch andere Bänder durch die Tunnel ziehen), Bürohefter oder 4 kleine Sicherheitsnadeln.

Wenn man für die Befestigungsbänder Jerseyschnur nimmt, kann man die aus dem gleichen Jersey zuschneiden (weitere Tipps dazu hier). Mit einer Länge, die der langen Kante eines A4-Blatts entspricht, müsste man für Ohrschlaufen ganz gut hinkommen.

Unser Testbericht

Verständlichkeit der Anleitung?

Die Anleitung besteht aus einem großen Bild. Darauf ist eine Reihe Fotos mit handschriftlich hinzugefügtem, minimalem, erklärenden Text. Ich fand sie sehr einfach verständlich.

Allerdings ist sie wegen der Präsentationsform leider nur zugänglich für Menschen, die den Text auf dem Foto lesen können. Screenreader haben keine Chance, ebensowenig Menschen, die Probleme beim Lesen von Handschrift haben. Auch Menschen, die einen hohen Kontrast zwischen Text und Hintergrund brauchen, können einen Teil des Textes vermutlich nicht lesen. Eine ähnliche Anleitung ist diese hier, die ggf. etwas barriereärmer ist (Anleitung ist dort ein PDF).

Wichtige Erfahrungen beim Nachnähen:

Man kann die Maske entweder nähen (das sind zwei Nähte, wenn man die Kanten oben und unten noch festnäht, vier) oder ohne Nähen zusammenhalten. Ich habe diesmal die Version ohne Nähen gemacht. Da man nur zwei kurze Nähte braucht, kann man diese Maske aber auch ganz gut mit der Hand nähen. Oder man steckt/tackert sie erstmal und näht sie dann später.

Ich habe diesmal versucht, in der kürzestmöglichen Zeit diese Maske herzustellen. Ich habe alles so schnell gemacht, wie es ging, weshalb ich nicht sehr sorgfältig gearbeitet habe. Trotzdem ist eine benutzbare Maske herausgekommen. Wahrscheinlich wäre es sogar noch schneller gegangen, wenn mein Jersey an den Kanten weniger gewellt gewesen wäre, was beim Zuschneiden etwas nervig war.

Die eine Seite habe ich versucht mit dem Bürohefter zu tackern. Das hat leider gar nicht gut gehalten, weil die Enden der Hefternadeln nicht lang genug waren, um mehrere Schichten Stoff sicher festzuhalten. Vielleicht lag das aber auch an meinem Hefter. Und für 1x kurz Anprobieren hat sogar die getackerte Seite gehalten. In jedem Fall würde ich von innen tackern, weil man dann nicht die scharfen Kanten der Hefternadeln direkt auf der Haut hat.

Für die andere Seite habe ich mir dann schnell zwei kleine Sicherheitsnadeln gegriffen, um den Seitentunnel zu befestigen. Das hat super gehalten. So kann man die Maske sogar auskochen und wiederverwenden (in die Waschmaschine würde ich die Maske mit Sicherheitsnadeln nur im Wäschebeutel geben). Das habe ich aber nicht ausprobiert. Sicherheitsnadeln würde ich immer von außen durchstecken, damit man den Großteil des Metalls nicht direkt auf der Haut hat und die Verletzungsgefahr geringer ist, wenn die Nadel doch mal aufgeht.

Meine Ohrbänder (aus Jerseyschnur) habe ich beim Umklappen gleich mit eingelegt, was nochmal etwas Zeit gespart hat. Die Bänder hatte ich schon fertig da, sonst hätte das Zuschneiden mit der Schere nochmal ein paar Minuten mehr in Anspruch genommen. Natürlich kann man die losen Enden auch noch sauber abschneiden und ins Innere der Tunnel ziehen, aber mir ging es diesmal ja um Tempo und nicht um Schönheit.

Wichtige Erfahrungen beim Tragen:

Da ich die Querkanten oben und unten nicht vernäht habe, war meine Maske sehr flexibel. So konnte ich sie problemlos unter den Nasensteg meiner Brille schieben, um den fehlenden Nasendraht auszugleichen. Mit vernähten Kanten ist die Maske vermutlich dafür etwas stabiler.

Ich fand es ziemlich viel Stoff im Vergleich zu anderen Masken. Dafür ist die Maske relativ dünn, weil sie nur aus einer Lage Stoff besteht. Durch den einlagigen Stoff mit den offenen Kanten ist die Maske nicht sehr formstabil. Ich nehme an, wenn man die Tunnel näht anstatt sie zuzustecken, wird das aber besser. Dann kann man ggf. den Stoff an den Seiten auch etwas mehr raffen, um unter den Augen etwas mehr Abstand zur Maske zu haben.

Mir persönlich ist die eine Schicht Stoff nicht genug Schutz, v. a. weil der Jersey sich beim Tragen auch nochmal auseinander dehnt und so die Löcher im Gestrick größer gezogen werden. Aber als Notbehelf ist die Maske auf jeden Fall besser als keine. Man kann auch eine zusätzliche Filterschicht (z. B. ein gefaltetes Papiertaschentuch) in die Maske legen, um die Schutzwirkung zu erhöhen. Das habe ich aber nicht ausprobiert.

Ansonsten kann man die Maske aber vermutlich genausogut aus zwei Lagen Stoff anfertigen, die man einfach übereinandergelegt verarbeitet.

Sonstige Anmerkungen:

In der Anleitung steht, dass man die Maske bei Nichtgebrauch als Haarband verwenden kann. Davon rate ich persönlich ab, weil man sich so ggf. all das unerwünschte Zeug, was man in den Haaren hat, direkt vor die Nase bindet (mehr dazu hier).

Getestet von: Andrea (hat auch die Fotos gemacht)