Person mit Maske mit Kinn-Naht und Nasen-Abnäher (Ansicht von vorn)
Maske mit Kinn-Naht und Nasen-Abnäher (Ansicht seitlich)
Person mit Maske mit Kinn-Naht und Nasen-Abnäher (Ansicht schräg von der Seite)
Maske mit Kinn-Naht und Nasen-Abnäher (Ansicht von unten)

Hinweis: Die beiden Personen-Fotos in diesem Beitrag dürfen NICHT kopiert, anderswo gespeichert oder weiterverwendet werden. Sie unterliegen NICHT der Creative-Commons-Lizenz dieser Website. Das Urheberrecht für diese Bilder liegt bei Andrea.

Details zu dieser Anleitung

Quelle: ShannieMakes: 2 Piece Style Face Mask Pattern (Blogpost mit Schnittmuster und eingebetteten Anleitungs-Videos), ausführliches Video (YouTube)

Maskentyp: anderer Stil: mit Quernaht am Kinn und Abnäher an der Nase, mit fest vernähtem Nasendraht. Kopfbänder/Ohrgummis sind durchgefädelt, also variabel tragbar.

Sprache: englisch

Verschiedene Größen? ja, 4 Größen (2 Erwachsene, 2 Kinder), als Mehrgrößenschnitt auf einem Blatt

Inkl. Kindergrößen? ja, zwei der Größen sind für Kinder

Herstellungsdauer: Ich habe nicht auf die Uhr geguckt, schätze für den ersten Versuch aber ca. 45-60 Minuten.

Schnittmuster dabei? ja, in Originalgröße

PDF zum Runterladen? ja

Benötigtes Material und Werkzeug? (bei genähten Masken wird Nadel, Faden, Schere vorausgesetzt)

Baumwollstoff, dünne Einlage (optional), Schrägband (optional, selbermachen wird erklärt), Gummiband oder Bindeband, Draht/Heftstreifen (fehlt in der Liste im Blogeintrag, kommt im Video aber vor), Hilfsmittel zum Einfädeln des Gummis (z. B. Haarnadel, kleine Sicherheitsnadel, dicke Nähnadel…)

Ich habe die Maske ohne Einlage aus zwei Lagen Baumwollstoff (alter Kopfkissenbezug) genäht.

Als Draht habe ich den dünnen Metallstreifen aus einem Heftstreifen genommen. Hält super die Form und ist auskochbar (weil keine Plastikhülle drumrum ist). Übersteht auch die Waschmaschine gut (im Wäschebeutel).

Als Kopfgummis habe ich 5 mm breites Textilgummiband genommen.

Statt Gummibändern kann man auch „Jerseyschnüre“ durch die Seitentunnel ziehen. Das sind schmale Querstreifen aus Jersey (ca. 2-3 cm breit). Die dehnt man nach dem Zuschneiden einmal sehr weit auseinander. Dadurch rollen sie sich zusammen (die Rückseite landet dabei immer außen, d.h. ein eventueller Druck verschwindet quasi im Inneren). Das ergibt elastische und sehr bequeme Bänder, die man um die Ohren oder um den Kopf binden kann.

Verständlichkeit der Anleitung?

Etwas Näherfahrung ist nötig. Die Anleitung ist gut verständlich erklärt. Ich nehme an, man kann die Maske wahrscheinlich auch nur nach dem Schnittmuster und Video nähen, wenn man einigermaßen Näherfahrung hat und kein Englisch kann.

Als Bonusinhalt gibt es noch eine ausführliche Erklärung, wie man Schrägband macht und zusammensetzt und einen praktischen Trick, um den Abnäher gerade hinzukriegen. (Kann man überspringen, wenn man das schon kann.)

Wichtige Erfahrungen beim Nachnähen:

Das Einsetzen des Kinnstücks ist wegen der Ecke in der Mitte etwas fummelig.

Ich habe die Abnäher bereits vor dem Zusammennähen der Teile genäht. Dann habe ich beide jeweils nach rechts gebügelt, so dass beim Zusammennähen links auf links der eine Abnäher zur einen Seite zeigt und der andere zur anderen (anstatt dass alle Stofflagen auf derselben Seite liegen). Außerdem bleibt der Abnäher so im Inneren der Maske versteckt, und es können sich dahinter keine Fussel ansammeln, die dann evtl. irgendwann in der Nase landen.

Das Gummiband habe ich beim Umfalten der Seitenteile gleich mitgefasst, um mir das nervige Durchfädeln zu ersparen. Man muss beim Nähen natürlich dann aufpassen, dass man es nicht festnäht. Wenn man die Naht erst steckt (oder sogar heftet), kann man aber vor dem Nähen nochmal testen, ob das Gummiband noch beweglich ist.

Das Video zeigt zwei Arten, das Gummiband einzufädeln (einzeln um die Ohren und hinten um den Kopf). Die Kopfgummi-Methode kommt ganz am Schluss als Anhang.

Wichtige Erfahrungen beim Tragen:

Dieses Modell sitzt bei mir als relativ langnasiger Person echt super (z. B. im Vergleich zu dem Modell im runden Stil mit Mittelnaht von derselben Bloggerin (Testbericht hier)). Nur wenn ich den Mund ganz weit aufmache bzw. gähne, rutscht die Maske leider doch von der Nase.

Beim nächsten Mal würde ich der Optik wegen das Kinnstück etwas weniger spitz machen.

Ich habe die Variante mit den Kopfgummis gemacht, werde die aber nochmal austauschen, wahrscheinlich gegen Bindebänder aus Jersey (s.o.), weil ich die auf Dauer bequemer und besser anpassbar finde. Die Textilgummibänder rutschen bei mir relativ schnell nach unten, selbst wenn ich sie am Oberkopf platziere.

Sonstige Anmerkungen:

Wenn man einen Stoff mit Aufdruck oder Muster hat, kann man durch das Zuschneiden im Bruch super ein durchgehendes Motiv platzieren (nur durch den Abnäher wird ein Stück rausgenommen). Wenn der Druck/das Muster symmetrisch ist, kann man es genau in die Mitte setzen, wenn man den Stoffbruch genau in die Mitte des Motivs legt.

Getestet von: Andrea (hat auch die Fotos gemacht)