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Häufige Fragen (FAQ)

Hier findest du Antworten auf häufig gestellte Fragen zu (nicht nur) selbstgemachten Mund-Nase-Masken, die wir nicht schon anderswo auf dieser Website beantwortet haben.

(Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 24.04.2020.)


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Schutzwirkung

Warum soll ich überhaupt eine Maske tragen?

Viele Menschen sind mit dem aktuellen Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert, haben aber (noch) keine Symptome. Sie sind aber trotzdem ansteckend. Die Ansteckung mit CoViD-19 (der Krankheit, die durch das Coronavirus entstehen kann) erfolgt nach bisherigen Erkenntnissen vor allem über eine Tröpfchen-Infektion. Infizierte Menschen scheiden beim Sprechen, Niesen oder Husten winzige Tröpfchen aus, die das Virus enthalten. Daran können sich andere Menschen anstecken, wenn sie diese Tröpfchen in ausreichend großer Menge einatmen.

Eine Maske dient daher quasi als „Virenfänger“. Tröpfchen, die jemand beim Husten, Niesen oder Sprechen abgibt, bleiben mitsamt Viren gleich in der selbst getragenen Maske hängen und geraten daher nicht oder nur in deutlich geringerem Ausmaß in die Umgebungsluft. Damit wird das Risiko einer Ansteckung verringert. Die Maske dient so dem Fremdschutz, d. h. dem Schutz anderer Menschen.

Wenn wir also im öffentlichen Raum (z. B. öffentliche Verkehrsmittel, Wartezimmer, berufliche Tätigkeit, Einkauf) und beim Kontakt mit Menschen aus Risikogruppen (z. B. ältere Menschen und Menschen jeden Alters mit Vorerkrankungen bzw. Immunsuppression) eine Maske tragen, können wir andere Menschen schützen und damit die Verbreitung des Coronavirus verringern. Dies gilt auch dann, wenn wir (noch) gar keine Symptome haben.

Durch die Kombination von mehreren Infektionsschutz-Maßnahmen (Hände waschen, Husten- und Nies-Etikette, Abstand halten, zuhause bleiben, Maske tragen) können wir alle dazu beitragen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Dies verhindert (oder verringert) die Überlastung des Gesundheitssystems und rettet damit ganz direkt Leben. Das ist mit dem Slogan „Flatten the Curve“ gemeint, den du vielleicht in Kombination mit so einer Grafik schonmal gesehen hast:

Grafik "Flatten the Curve - die Kurve flach halten"

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Bieten selbstgemachte Masken auch einen Eigenschutz?

Es gibt einzelne wissenschaftliche Studien (Genaueres dazu findest du auf der Seite „Wissenschaftliches“), die herausgefunden haben, dass auch manche selbstgemachten Masken einen begrenzten Eigenschutz vor manchen Infektionen bieten (je nach Machart, Passform und Material).

Natürlich können wir keine Aussagen zur Sicherheit einzelner Behelfsmasken machen, weil diese sehr stark variieren können, was die verwendeten Materialien, die Machart, die Passform und nicht zuletzt die mehr oder weniger korrekte Anwendung durch medizinische Lai:innen angeht. Fest steht, dass eine Alltagsmaske keine Zertifizierung oder Zulassung als Medizinprodukt hat. Selbstgemachte Masken (auch: Alltagsmasken, Behelfsmasken, Community-Masken) sind bei sachgerechter Nutzung aber auch für den Eigenschutz besser als gar keine Maske.

Das Tragen einer Maske kann zudem dazu beitragen, das Risiko von Schmierinfektionen zu verringern, weil die Maske das unbewusste Ins-Gesicht-Fassen mit kontaminierten Händen verhindert oder zumindest erschwert. So können weniger leicht Viren, die durch einen Oberflächenkontakt (z. B. mit einem Türgriff oder einer Haltestange in öffentlichen Verkehrsmitteln) auf die Hände gekommen sind, auf die eigenen Mund- und Nasenschleimhäute übertragen werden.

Selbstgemachte Masken sind sinnvoll, wenn sie ergänzend zu den anderen Schutzmaßnahmen (Hände waschen, Husten- und Nies-Etikette beachten, Abstand halten, zuhause bleiben) genutzt werden. Solange es Lieferengpässe bei der Versorgung mit medizinischen Masken gibt, sollten medizinische Masken nämlich für diejenigen reserviert bleiben, die sie am dringendsten brauchen (v. a. für Krankenhauspersonal).

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Führt das Tragen einer Maske zur Vernachlässigung anderer Schutzmaßnahmen?

Das kommt ganz auf dich an! Das Tragen einer Maske soll andere Menschen bei unvermeidlichen Kontakten und notwendigen Wegen in der Öffentlichkeit schützen, v. a. dort, wo das Einhalten eines Abstands von 2 Metern nicht möglich ist (z. B. in öffentlichen Verkehrsmitteln). Es soll andere Schutzmaßnahmen (Hände waschen, Husten- und Nies-Etikette, Abstand halten, zuhause bleiben) ergänzen, nicht ersetzen.

Wenn du alle diese Dinge tust (soweit sie dir möglich sind) und zusätzlich eine Maske trägst, erhöhst du also den Schutz vor einer Infektion für andere Menschen und eventuell auch ein bisschen für dich selbst.

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Verschiedene Masken-Typen

Es wird grundsätzlich unterschieden nach

  • medizinischem Mund-Nasen-Schutz (OP-Masken)
  • FFP-Masken (Atemschutzmaske)
  • und Behelfsmasken (Alltagsmasken, Community-Masken).

Eine Mund-Nase-Maske (ob medizinischer Mundschutz oder selbstgemachte Alltagsmaske), dient in erster Linie dem Fremdschutz, d. h. dem Schutz anderer Menschen vor eventuellen Infektions-Übertragungen durch uns selbst. Eine Atemschutzmaske dient hingegen dem Eigenschutz und bietet nur ohne Filterventil auch einen Fremdschutz.

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Atemschutzmaske, FFP-Maske, N95-Maske

FFP2-Atemschutzmaske mit Filterventil
FFP2-Atemschutzmaske mit Filterventil (Bildquelle)
N95-Atemschutzmaske ohne Filterventil
N95-Atemschutzmaske ohne Filterventil (Bildquelle)

Eine Atemschutzmaske in Form einer partikelfilternden Halbmaske wird auch bezeichnet als FFP-Maske (FFP steht für „filtering face piece“, d. h. filtrierendes Gesichtsteil), Staubmaske, Feinstaubmaske, Atemschutzfilter oder Atemmaske (auf Englisch: respirator, N95 mask, dust mask).

Eine solche Maske ist eine professionell hergestellte Schutzmaske, die u. a. im medizinischen Bereich und beim sonstigen Arbeitsschutz eingesetzt wird. Sie schützt die tragende Person vor Krankheitserregern und bestimmten Schadstoffen in der Luft. Wenn ein Atemventil vorhanden ist, bieten diese Masken keinen Fremdschutz, weil die Ausatemluft der tragenden Person mitsamt Tröpfchen ungehindert ausströmen kann. In diesem Fall dient die FFP-Maske ausschließlich dem Eigenschutz. Ohne Atemventil bieten FFP-Masken sowohl einen Eigenschutz als auch einen Fremdschutz.

Sie bestehen meistens aus Vliesstoff, haben eine runde, schalenartige Form und werden mit Gummibändern am Kopf befestigt. Sie haben i. d. R. einen Nasenbügel, mit dem eine Anpassung an die Gesichtsform vorgenommen werden kann. Wenn sie eine Zertifizierung haben (z. B. FFP2, FFP3 oder N95), ist zusätzlich elektrostatisches Material verarbeitet, das für einen gewissen Zeitraum zusätzlichen Schutz bietet. Wenn sie korrekt sitzen, schließen sie am Rand luftdicht ab.

Diese Masken sind meistens Einweg-Produkte, die nicht gewaschen werden können und maximal acht Stunden lang getragen werden sollen. Die Empfehlungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) für die tatsächliche Tragezeit sind jedoch deutlich geringer: mit Atemventil max. 120 Minuten, ohne Atemventil max. 75 Minuten mit einer Erholungszeit von mindestens 30 Minuten zwischen mehreren Tragephasen.

Im aktuellen Versorgungsengpass dürfen bestimmte FFP-Masken in manchen Bereichen nach einer sachgerechten dekontaminierenden Behandlung mit trockener Hitze (30 Minuten bei 65-70°C) von derselben Person bis zu zweimal wiederverwendet werden. In anderen Ländern gelten dazu teils andere Richtlinien.

(Weitere Informationen findest du z. B. bei Wikipedia: „Atemschutzmaske“, „N95-Maske“.)

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Medizinischer Mund-Nasen-Schutz, OP-Maske

OP-Maske mit Ohrgummis
OP-Maske mit Ohrgummis (Bildquelle)
OP-Maske mit Bindebändern
OP-Maske mit Bindebändern (Bildquelle)

Ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS) wird auch bezeichnet als Mundschutz, OP-Maske, medizinische Gesichtsmaske, Hygienemaske, Klinikmaske oder chirurgische Maske (auf Englisch: surgical mask).

Eine solche Maske ist ein professionell hergestelltes, medizinisches Hilfsmittel. Sie verringert bei sachgemäßem Gebrauch die Übertragung von Krankheitserregern an andere Menschen über eigene Tröpfchen/Sekrete. Außerdem blockiert sie größere Spritzer, Tröpfchen u.ä. von außen und schützt so die sie tragende Person in geringem Umfang vor Infektionen. Sie schließen am Rand auch bei bestem Sitz nicht luftdicht ab.

Eine OP-Maske besteht aus einer oder mehreren Schichten Papier und/oder Vlies, ist meist rechteckig mit Falten und wird mit Gummi- oder Bindebändern am Kopf bzw. den Ohren befestigt. Ein integrierter Nasendraht hilft bei der Anpassung an die Gesichtsform.

Diese Masken sind Einweg-Produkte, d. h. sie werden nach einmaligem Gebrauch weggeworfen.

(Weitere Informationen findest du z. B. bei Wikipedia: „Mund-Nasen-Schutz (Medizin)“.)

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Alltagsmaske, Behelfsmaske, Community-Maske

Behelfs-Maske aus lila geblümtem Stoff mit weißen Bindebändern
Behelfsmaske im OP-Stil mit Bindebändern
Zwei runde Masken mit Gummibändern liegen auf dem Tisch
Behelfsmasken im runden Stil mit flexibler Befestigung

Eine Behelfsmaske wird u. a. auch bezeichnet als Alltagsmaske, Community-Maske, Stoffmaske, Gesichtsbedeckung oder Behelfs-Mund-Nasen-Maske (auf Englisch: cloth mask, cloth face covering).

Diese Art Maske ist entweder selbstgemacht oder industriell hergestellt. Sie unterliegt keiner Regulierung und hat auch keine medizinische Zertifizierung. Sie dient bei sachgerechter Nutzung dazu, Tröpfchen beim Husten, Niesen und Sprechen der sie tragenden Person abzufangen und das Infektionsrisiko für andere Menschen zu verringern. Außerdem kann sie größere Tröpfchen/Spritzer o. ä. von außen abfangen und bietet so auch einen begrenzten Eigenschutz für die sie tragende Person. Sie schließen am Rand auch bei bestem Sitz nicht luftdicht ab. Sie dienen als Notbehelf, solange keine medizinischen Masken in ausreichender Zahl verfügbar sind.

Sie besteht meistens aus ein- oder mehrlagigem Baumwollstoff, der entweder ähnlich wie eine OP-Maske in Falten gelegt und festgenäht wird oder in einer runden Form ähnlich einer FFP-Maske zusammengenäht wird. Auch andere Formen kommen vor. Die Masken können mit Gummi- oder Bindebändern am Kopf bzw. hinter den Ohren befestigt werden. Viele Modelle haben auch einen Nasendraht, um die Maske an der Oberkante besser an die Gesichtsform anzupassen.

(Weitere Informationen findest du z. B. bei Wikipedia: „Alltagsmaske“.)

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Besondere Situationen und Personengruppen

Dürfen Kinder selbstgemachte Masken tragen?

Ja, Kinder ab ca. 3 Jahren dürfen Masken tragen. Für Babys und jüngere Kinder sind Masken allerdings nicht empfohlen. Sprich im Zweifelsfall mit deinen Kinderärzt:innen und frage sie um Rat.

Manche unserer getesteten Näh- und Bastelanleitungen haben auch Kindergrößen dabei. Andere Anleitungen kannst du bei Bedarf selbst abwandeln. Entsprechende Hinweise haben wir in viele unserer Testberichte eingefügt.

Da Kinder weniger kräftige Lungen und Atemmuskulatur haben als Erwachsene, solltest du für Kindermasken eher dünnere Stoffe oder weniger Schichten auswählen. Achte auch darauf, dass Kinder nicht zu lange am Stück eine Maske tragen.

Im Zweifelsfall solltest du zu diesem Thema kinderärztlichen Rat einholen.

Sowohl die BILD-Zeitung als auch der Bayrische Rundfunk haben weitere Informationen zum Thema Kinder und Masken, insbesondere zu der kürzlich bei WhatsApp verbreiteten Warnung (die kurz gesagt Unsinn ist).

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Darf ich eine Maske tragen, wenn ich eine Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankung habe?

Wenn du eine Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankung hast (egal, ob vorübergehend oder chronisch), frag bitte erst deine Ärzt:innen, ob du eine Maske tragen darfst/solltest und was du dabei ggf. beachten musst.

Üblicherweise sind Masken, die für eine kurze Zeit (Einkauf, Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln) getragen werden, aber auch für die meisten Atemwegserkrankten kein nennenswertes Problem. (Der Bayrische Rundfunk hat dazu einige Hinweise.)

Teste dein Masken-Material beim Selbermachen unbedingt auch auf seine Atemdurchlässigkeit.

Wenn du bereits weißt oder vermutest, dass du selbst mit dem Coronavirus infiziert bist, solltest du (zusätzlich zu allen anderen Schutzmaßnahmen: Hände waschen, Husten- und Nies-Etikette beachten, Abstand halten, zuhause bleiben) möglichst immer eine Maske tragen, wenn du Kontakt mit anderen Menschen hast oder auf unvermeidbaren Wegen draußen unterwegs bist. Wenn du weitere persönliche Verhaltenshinweise vom Gesundheitsamt, einem Krankenhaus oder deinen Ärzt:innen bekommen hast, solltest du diese unbedingt befolgen.

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Ich arbeite in einem medizinischen Beruf außerhalb eines Krankenhauses. Kann ich eine selbstgemachte Maske zu meinem eigenen Schutz tragen?

Jein. Wenn du in einem medizinischen Beruf (z. B. als niedergelassene Ärzt:in, Medizinische:r Fachangestellte:r, Arzthelfer:in, Apotheker:in, Physiotherapeut:in oder Zahnärzt:in) Kontakt zu potenziell infizierten Menschen hast, schützt dich der sachgerechte Gebrauch einer selbstgemachten Maske besser als gar keine Maske. Solange es also Lieferengpässe gibt, sollten medizinische Masken für diejenigen reserviert bleiben, die ständig nahe Kontakte mit infizierten Menschen haben (v. a. Krankenhauspersonal).

Es gibt aktuell einzelne Fälle in Deutschland, in denen selbstgemachte Masken auch im medizinischen Bereich außerhalb von Krankenhäusern benutzt werden, um den aktuellen Versorgungs-Engpass bei medizinischen Schutzmasken zu überbrücken. Hier zwei Beispiele dafür:

Besprich das Thema ggf. auch in deinem Praxisteam oder frage bei deinem Berufsverband nach. In jedem Fall sind selbstgemachte Masken nur eine Notlösung, bis wieder ausreichend medizinische Masken für alle zur Verfügung stehen.

Allerdings könntest du auch selbst mit dem Coronavirus infiziert sein ohne Symptome zu haben. Eine selbstgemachte Maske schützt in diesem Fall zumindest die Menschen, mit denen du Kontakt hast (z. B. deine Patient:innen und Kolleg:innen) bis zu einem gewissen Grad vor einer Ansteckung durch dich.

In jedem Fall solltest du weiterhin auch die anderen Schutzmaßnahmen (Hände waschen, Husten- und Nies-Etikette, Abstand halten, zuhause bleiben) einhalten, soweit es dir möglich ist. Das Tragen einer Maske ist immer nur eine ergänzende Schutzmaßnahme.

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Ich arbeite in einem anderen Beruf, in dem ich viel Kontakt mit Menschen habe. Kann ich eine selbstgemachte Maske zu meinem eigenen Schutz tragen?

Jein. Wenn du (z. B. als Kassierer:in, Lieferdienst-Mitarbeiter:in oder Postbot:in) Kontakt zu potenziell infizierten Menschen hast, schützt dich der sachgerechte Gebrauch einer selbstgemachten Maske besser als gar keine Maske. Solange es also Lieferengpässe gibt, sollten medizinische Masken für diejenigen reserviert bleiben, die sie am dringendsten brauchen (v. a. Krankenhauspersonal).

Allerdings könntest du auch selbst mit dem Coronavirus infiziert sein ohne Symptome zu haben. Eine selbstgemachte Maske schützt in diesem Fall zumindest die Menschen, mit denen du Kontakt hast (z. B. deine Kund:innen und Kolleg:innen) bis zu einem gewissen Grad vor einer Ansteckung durch dich.

In jedem Fall solltest du weiterhin auch die anderen Schutzmaßnahmen (Hände waschen, Husten- und Nies-Etikette, Abstand halten, zuhause bleiben) einhalten, soweit es dir möglich ist. Das Tragen einer Maske ist immer nur eine ergänzende Schutzmaßnahme.

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