Maske aus blau-kariertem Küchenhandtuch mit Bindebändern
Puppe mit Maske aus blau-kariertem Küchenhandtuch (Ansicht von der Seite)
Puppe mit Maske aus blau-kariertem Küchenhandtuch (Ansicht von vorn)
Puppe mit Maske aus blau-kariertem Küchenhandtuch (Ansicht von hinten)

Details zu dieser Anleitung

Quelle: Berliner Zeitung: „Do it yourself : Mundschutz gegen Corona nähen: Eine Anleitung in 15 einfachen Schritten“ (Zeitungsartikel)

Sprache: deutsch

Maskentyp: OP-Masken-Stil

Verschiedene Größen? nein, aber die Schnittmaße sind leicht anpassbar

Inkl. Kindergrößen? nein, aber anpassbar

Herstellungsdauer: ca. 30 Minuten

Schnittmuster dabei? nein

PDF zum Runterladen? nein

Benötigtes Material und Werkzeug? (bei genähten Masken wird Nadel, Faden, Schere vorausgesetzt)

Stück Baumwoll-Stoff (34 x19 cm), 1,5 Meter Schrägband und eine Nähmaschine oder Nähnadel und Faden.

Ich habe dieses Mal mit einem Küchenhandtuch experimentiert. Das Tuch würde ich beim nächsten Mal aber nicht mehr nehmen, da das Gewebe doch zu grob ist. Vielleicht finde ich noch dichter gewebte Küchenhandtücher, mal sehen.

Unser Testbericht

Verständlichkeit der Anleitung?

Geht so. Es ist manchmal nicht ganz klar, wo genau genäht werden soll. Das kann man sich aber zusammenreimen.

Was hier ziemlich kompliziert angegangen wird, ist die Sache mit den Falten. Ich behaupte, das muss man nicht so genau nehmen, drei Falten rein und gut.

Die Vorgehensweise mit den Nadeln UND den Klammern ist etwas aufwändig und stört letztendlich beim Nähen (ich mag immer nicht so gerne über Stecknadeln drüber nähen und ich habe auch prompt eine Stecknadel getroffen).

Was aber ganz toll erklärt wird, ist die Befestigung der Schrägbänder! Nämlich erst auffalten und an einer Seite festnähen, dann erst umschlagen und mit Geradstich das ganze Band zusammen mit der Maske vernähen. Das wird anderswo nur unzureichend beschrieben oder es wird empfohlen das Band gleichzeitig mit einem Zickzackstick von oben und unten “formschön” mit der Maske zu vernähen, was aber nur selten gut gelingt.
Die in dieser Anleitung gezeigte Variante funktioniert, und endlich sehen meine Bänder mal halbwegs gerade aus.

Wenn man für sich persönlich den Anspruch an perfekte Falten herunter schraubt, dann ist diese Anleitung auch für Anfänger:innen mit leichten Nähkenntnissen geeignet.

Mit Nadel und Faden, wie im ersten Bild der Anleitung als Alternative zur Nähmaschine erwähnt, würde ich diese Maske aber aufgrund der langen Bindebänder nur ungern nähen wollen. Aber vielleicht hat ja jemand die Geduld.

Wichtige Erfahrungen beim Nachnähen:

Die Falten gelingen mir besser, wenn ich von unten statt von oben anfange zu falten. Pi mal Daumen, sodass die Endhöhe passt. Ich habe jetzt aber auch schon einige Masken im OP-Stil genäht, sodass ich das gerne freestyle mache, vielleicht ist die genaue Angabe für Erstlingswerke dann aber doch hilfreich. Aber bitte nicht daran verzweifeln, es darf auch etwas ungenau sein 🙂

Wichtige Erfahrungen beim Tragen:

Bequem. Kein großer Schnickschnack, aber okay.

Die Bänder für den Hinterkopf sind bei mir aber etwas knapp, sodass ich knoten muss statt eine Schleife zu binden.

Mir persönlich fehlt als Brillenträgerin der Nasendraht. Wer den aber nicht braucht, findet hier eine brauchbare und robuste Maske

Sonstige Anmerkungen:

Die Maske ist „solides Handwerk“, nichts besonderes, aber praktisch und funktional.

Sie ähnelt vom Prinzip her dem Essener Modell, verzichtet aber auf das Schrägband oben und unten an der Maske und löst die Befestigung der Bindebänder etwas geschickter. Die Bindebänder mit Schrägband werde ich ab sofort immer so lösen, wie in dieser Anleitung beschrieben 🙂

Getestet von: Birgit S. (hat auch die Fotos gemacht)